APPA-Tagung 2017 – Eine Nachbesprechung

Die APPA-Tagung 2017 ging am 25. und 26. August über die Bühne. Das Programm ließ sich an Vielfalt kaum überbieten!

Den Anfang machte Philip Streit, der die Geschichte der Positiven Psychologie umriss und erklärte, warum diese die Blaupause der positiven Zukunft für die Menschheit darstellt. Weiter machte Anton Laireiter mit einer Präsentation über die Wirksamkeit von Positiver Psychotherapie. Seine Schlussfolgerung: Die Methode muss noch weiter erforscht werden, doch sollte sie unbedingt in den Therapiekanon aufgenommen werden, auch wenn er sich dagegen ausspricht, daraus eine eigene Therapieschule zu machen. Im Anschluss erzählte Michael Wohlkönig von den wichtigsten Erkenntnissen des diesjährigen Kongresses der International Positive Psychology Association in Montreal. Dort wurde die Bedeutung von Positiver Pädagogik hervorgehoben, aufgezeigt, wie wichtig Mindsets im beruflichen Kontext sind und wie sie Stress vorbeugen können und erklärt, dass Positive Interventionen auch nach hinten losgehen können und wie dies vermieden werden kann.

Den Abschluss des Tages bildete eine Podiumsdiskussion bei der besprochen wurde, dass die APPA weiterhin eine lose Plattform bleiben soll, jedoch die Zusammenarbeit ihrer Mitglieder stark gefördert werden. Der Grundtenor der Mitdiskutierenden war, dass die Positive Psychologie in Österreich ein großes Potential in sich birgt, das ausgeschöpft werden kann und soll.

Tag zwei begann mit Martin Wammerl, der einen Überblick über die Tätigkeiten des IPPM-Research Teams gab. Dazu gehört die arbeitspsychologische Evaluation in Organisationen und Firmen zur Stress- und Burnoutprävention nach positiv psychologischen Grundsätzen, die Evaluation von positiv psychologischen Interventionen in Schulen, die Entwicklung von Fragebögen zur Erhebung positiv psychologischer Konstrukte (PERMA, Flourishing, etc.) und die Psychotherapieforschung, bei der die Interventionen der Positiven Psychologie auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden.

Im Anschluss ging Stefanie Stücklschweiger auf die schulpsychologische Studie von IPPM-Research im Stiftsgymnasium Admont ein. Dort wurden sämtlichen Jahrgängen positiv psychologische Konzepte vorgestellt und anschließend erhoben, ob sich dies in Verbesserungen auf Seligmans PERMA-Faktoren bei den SchülerInnen auswirkt. Die initialen Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass wir unsere Bemühungen noch verstärken sollten, den Kindern die Positive Psychologie näher zu bringen. Die nächste Studie ist bereits in Arbeit!

Den Abschluss der Vortragsrunde machte Christina Sperling, die das Positive Leadership Konzept neu erdacht und die Positive Selbstführung entwickelt hat.

Ausgeklungen ist die APPA-Tagung mit zahlreichen verschiedenen Workshops zu den Themen:

  • Positive Leadership
  • Positives Mentalcoaching
  • Performance als Basis für neue evolutionäre Organisationsformen
  • Anti Aging & Prävention
  • Ressourcenausnutzung zur Potentialentfaltung
  • Positive Fitness

Ein Programm, das sich an Vielfalt kaum überbieten lässt, wie wir finden!
Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächste APPA-Tagung 2018!

Sie sind an einem Erfahrungsbericht einer Teilnehmerin interessiert? Dann könnte Ihnen der Kurzbericht von Dr. Karin Klug gewünschte Einblicke ermöglichen!